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Eier kochen im Wasserkocher: Geht denn das überhaupt?

Eier kochen im Wasserkocher

Das Kochen von Eiern im Wasserkocher ist möglich aber nicht ganz so einfach.

Neben dem Eierkocher und dem Kochtopf dürfte laut meinen Recherchen das Eier kochen im Wasserkocher eine beliebte Alternative sein. Manche Anwender bereiten damit auch noch andere Sachen zu, wie Kaffee, Milch oder auch Fertigsuppen. Daher gehe ich in diesem Artikel der Frage nach, ob diese Alternative wirklich eine Option ist, wie es genau funktioniert und ob diese Methode mit anderen mithalten kann.

Wie funktioniert ein Wasserkocher?

Nun, ohne genaue technische Details zu kennen: Ein Wasserkocher ist mit einer Heizspirale ausgestattet, die das eingefüllte Wasser erhitzt, sobald man diesen an den Strom hängt und einschaltet.

Die meisten Geräte schalten nach einer gewissen Dauer bzw. dem Erreichen einer Maximaltemperatur aus. Die Heizspirale liegt bei vielen Eierkochern verdeckt, bei manchen allerdings nicht. Das kann Auswirkungen auf das Kochen der Eier haben.

Vor- und Nachteile des Kochens von Eiern im Wasserkocher

Meiner Ansicht nach gibt es einige Argumente „Für“ und ein paar „Gegen“ das Eier kochen im Wasserkocher:

  • Es geht schnell
  • Das Wasser erhitzt sich deutlich schneller als im Topf
  • Meistens steht daheim ein Wasserkocher schon zur Verfügung
  • Es haben meistens nur ein- oder zwei Eier platz
  • Es gibt kein Signal, das Ihnen anzeigt, wann die Eier fertig sind
  • Sie können die Temperatur nicht regeln (es sei denn Ihr Wasserkocher kann das)
  • Die Reinigung (vor allem wenn ein Ei aufplatzt) ist mühsam.

Hier muss ich gestehen überwiegen meiner Ansicht nach schon die Nachteile. Das Kochen von Eiern im Wasserkocher ist daher für mich die absolute Notlösung. Hier erkläre ich übrigens, wie Sie Eier kochen im Eierkocher.

Eier kochen im Wasserkocher – so gehen Sie dabei vor

Lesen Sie hier, wie Sie vorgehen können, wollen Sie wirklich einmal Ihr Ei im Eierkocher machen:

Schritt 1 – Den richtigen Eierkocher nehmen

Nehmen Sie einen Wasserkocher zur Hand, der die Heizspirale verdeckt eingebaut hat. Liegt diese offen besteht nämlich die Gefahr, dass die Schale aufgrund des direkten Kontakts kaputt geht, das Ei sinkt nämlich ab, wenn Sie es in das Wasser legen.

Ich würde einen Wasserkocher ohne sichtbarer Spirale vorziehen.

Es geht aber auch mit Heizspirale (siehe Test weiter unten auf dieser Seite).

Schritt 2 – Kalt oder Warm aufsetzen?

Legen Sie das Ei nun in das Wasser. Geben Sie es in das noch kalte Wasser (Kalt aufsetzen) platzt es eher nicht, weil die Temperaturunterschiede kleiner sind. Dafür müssen Sie das beim Stoppen der Zeit berücksichtigen.

Ich persönlich setze die Eier lieber warm auf und gebe sie eigentlich normal immer in heißes Wasser (warm aufgesetzt) und stoppe die Zeit gleich mit.

Schritt 3 – Das Ei kochen

Schalten Sie den Eierkocher ein. Dieser erhitzt sich nun solange, bis das Wasser kocht und schaltet dann in aller Regel von alleine ab. Das Ei ist dann aber noch lange nicht fertig.

Lassen Sie es in dem heißen Wasser noch eine Zeit lang liegen. Hier habe ich eine Tabelle für Sie, anhand derer Sie die Kochzeiten von kalt aufgesetzten Eiern in etwa ablesen können, wenn Sie mit dem Stoppen erst dann beginnen, wenn das Wasser heiß ist.

Größe Weich Wachsweich Hart
S 4:00 6:00 8:15
M 4:30 6:45 9:00
L 5:00 7:30 10:00
XL 5:30 8:15 11:15

Für ein Wachsweiches Frühstücksei empfehle ich laut dieser Tabelle also so um die 6:45 bis 7:00 Minuten. Das gilt aber für Eier der Größe M und wenn sie aus dem Kühlschrank kommen.

Für hartgekochte Eier können Sie einfach den Eierkocher zwei- bis dreimal erhitzen – damit sind Sie meiner Ansicht nach auf der sicheren Seite.

Schritt 4 – Wasser wegleeren und Wasserkocher reinigen

Zum Schluss müssen Sie Ihr Ei noch rausholen. Das kann auch ganz schön kompliziert sein, weil Wasserkocher eher hoch und schmal sind. Machen Sie das aber immer nur im ausgeschalteten Zustand mit einem Esslöffel.

Alternativ dazu können Sie das Wasser auch vorsichtig durch ein größeres Sieb ausleeren und das Ei darin auffangen. Das ist mir weit lieber.

Das Wasser sollten Sie in jedem Fall wegleeren und nicht für was anderes verwenden. Ist ein Ei aufgeplatzt und das Eiklar ausgeronnen reinigen Sie den Kocher unbedingt gleich. Ist das Ganze erst einmal eingetrocknet, wird es wirklich mühsam!

Eier kochen im Wasserkocher – selbst getestet

Ich habe mir zwei Eierkocher genommen und die Sache einmal selber ausprobiert. Das ist dabei heraus gekommen:

Versuch 1 – Wachsweiches Ei kalt aufgesetzt

Bei meinem ersten Versuch habe ich probiert ein Wachsweiches Ei zu bekommen. Ich habe den Wasserkocher ohne sichtbare Spirale hergenommen und das Ei einmal kalt aufgesetzt. Nachdem der Kocher zu kochen begonnen hat, habe ich die Zeit genommen. Nach 6:45 habe ich das Ei heraus genommen und abgeschreckt:

Das Ei ist nach dem Entnehmen abzuschrecken, damit der Garprozess endet.

Das Ergebnis war allerdings etwas ernüchternd: Das Ei war viel zu weich, der Dotter überhaupt noch nicht fest. Von Wachsweich war leider keine Spur zu sehen:

Der erste Versuch ist leider gescheitert.

Versuch 2 – Hartes Ei kalt aufgesetzt

Der zweite Versuch beschränkte sich darauf, ein hartes neun-Minuten-Ei zu kochen. Dafür habe ich nun einmal den Wasserkocher mit Heizspirale genommen. Das Positive vorweg: Das Ei hat trotz Heizspirale keinen Schaden genommen:

Ei im Wasserkocher

Auch das Kochen im Wasserkocher mit Heizspirale hat funktioniert.

Das Ergebnis war aber leider auch hier nicht gut. Ich habe wieder das Ei kalt aufgesetzt und erst mitgestoppt, als das Wasser zu kochen begonnen hat. Das Ei war hier weder hart noch wachsweich sondern viel zu weich:

Auch der zweite Versuch ist gescheitert – von hartem Ei keine Spur.

Versuch 3 – Wachsweiches Ei warm aufgesetzt

Nun endlich ein Lichtblick. Ich habe als dritten und letzten Versuch das ei Einfach warm aufgesetzt also in kochendes Wasser gelegt. Hier hat sich der Erfolg eingestellt. Nach 6:45 habe ich das Ei entnommen und abgeschreckt. Das Ergebnis kann sich dieses Mal sehen lassen.

Eier kochen Wasserkocher wachsweich

Das Ei war im 3. Versuch wirklich wachsweich.

Es könnte aber auch daran gelegen sein, dass ich erst beim 3. Versuch gesehen habe, dass der Eierkocher eine Warmhaltefunktion hat. Diese habe ich einfach benutzt. Vermutlich ist das das Geheimnis für ein gutes Gelingen – es hat aber eben nicht jeder Wasserkocher eine Warmhaltefunktion.

Eier kochen im Wasserkocher – Fazit und Zusammenfassung

Nun, wie auch meine drei Versuche gezeigt haben, von denen nur einer wirklich erfolgreich war, ist das Eier kochen im Wasserkocher lediglich eine Notlösung. Für mich hat ein Eierkocher so viele Vorteile gegenüber dieser Methode, dass ich mir  – selbst wenn ich noch keinen hätte – einen zulegen würde.

Die Chance, dass es im Wasserkocher nicht wunschgemäß wird ist einfach zu hoch und auch das Mitstoppen der Zeit ist mir ehrlich gesagt zu mühsam, vor allem am Morgen.

Wenn Sie sich einen Eierkocher zulegen möchten, kann ich den von mir getesteten Russel Hobbs Eierkocher wärmstens empfehlen:

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